Stadtschulpflegschaft Solingen
Stadtschulpflegschaft Solingen

Liebe Elternvertreter, liebe Eltern,

 

in unserer Mail vom 08.02.21 haben wir Sie über das Vorhaben zum Aufbau des Elternnetzwerks Solingen informiert und Eltern eingeladen, sich diesem Netzwerk anzuschließen. Diesem Aufruf sind einige Eltern gefolgt und wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass das Elternnetzwerk Solingen wie geplant starten kann. Um der Solinger Elternschaft das Elternnetzwerk und die Beteiligten vorzustellen, sowie Ihre Fragen zu beantworten, möchten wir Sie herzlich zu der folgenden Veranstaltung einladen:

 

Vorstellung des Elternnetzwerk Solingen

Termin: Mittwoch, 24.03.2021 – 19:00 Uhr

 

YouTube: Das Elternnetzwerk Solingen

 

Hinweise:

  • Die Veranstaltung wird in Form eines YouTube Livestreams übertragen
  • Für die Betrachtung des Livestreams ist keine Anmeldung nötig und ist somit anonym.
  • Es besteht die Möglichkeit der Beteiligung durch einen Live-Chat, dieser wird am Veranstaltungstag freigeschaltet.
  • Für die Nutzung des Live-Chats ist eine Anmeldung nötig. Hierfür wird ein kostenfreies YouTube (Google) Konto benötigt.
  • Der Chat ist moderiert und wir bitten um die Beachtung der Netiquette.

 

Neben der Vorstellung des Elternnetzwerks, möchten wir die Gelegenheit nutzen und durch Ihre Rückmeldungen einen Eindruck über die Unterstützungsbedarfe der Solinger Elternschaft erhalten.

 

Wir würden uns sehr freuen, Sie bei unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

  

FORDERUNGEN ZUR VERBESSERUNG DES DISTANZUNTERRICHTS DER SCHULEN IN NRW

Liebe Eltern der Solinger Schulen!

Die Stadtschulpflegschaft Solingen ist bestrebt, ein enges Netzwerk mit Schulen aus NRW aufzubauen. Durch den Austausch sind wir in der Lage, bestmögliche Erfolge zu erzielen und von den Erfahrungen gegenseitig zu profitieren.

Die erneuten Schulschließungen haben gezeigt, dass die Digitalisierung an den Schulen in NRW schnellstmöglich abgeschlossen werden muss, damit alle Schüler*innen einen nachhaltigen und zeitgemäßen Distanzunterricht erhalten. Die Ausstattung der Schulen in NRW und die Ausbildung der Lehrkräfte ist darauf bislang nicht flächendeckend ausgelegt.

Ein analog-digitaler (Hybrid-)Unterricht kann nur funktionieren, wenn sowohl die Lehrkräfte hierfür qualifiziert werden, als auch die technischen Voraussetzungen bestehen, Lerninhalte digital zu vermitteln.

Um festzustellen, wo aus Perspektive der Schüler*innen und Eltern der meiste Bedarf ist, bitten wir um Ihre Mithilfe durch Beantwortung der verlinkten Umfrage.

Die Umfrageergebnisse werden von der Landeselternkonferenz NRW (LEK NRW) für die Vorbereitung der Forderungen zur Verbesserung des Distanzunterrichts der Schulen in NRW genutzt.

 

Link zur Umfrage:  Umfrage Distanzunterricht Schule NRW

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Antonia Depner
Vorstand Stadtschulpflegschaft Solingen
________________________________________________________________
Antonia Depner (Vorsitzende) | Birgit Jansen-Howitz | Carsten Ophoff

E-Mail: kontakt@solinger-stadtschulpflegschaft.de
www. solinger-stadtschulpflegschaft.de

Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft

Die Absage des Landes zum geplanten Hybrid-Unterricht hat uns alle unerwartet getroffen. Die Idee der Stadt Solingen, auf das hohe Infektionsgeschehen zu reagieren und somit sowohl die Lehrinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien zu schützen, hat verständlicherweise in Solingen großen Anklang gefunden. Die Stadtschulpflegschaft stand dem Vorhaben der Stadt Solingen von Beginn an grundsätzlich positiv gegenüber und hat die Entscheidung des Landes stark kritisiert.

 

Nach unserer Einschätzung wäre die Maßnahme, neben den von der Stadt Solingen angebrachten Argumenten, zudem die Gelegenheit gewesen, die organisatorischen Vorkehrungen und technischen Systeme auf den Prüfstand zu stellen, bevor es gegebenenfalls erneut zum vollständigen Schul-Lockdown kommt. Durch den Distanzunterricht mit kleinerer Schülerzahl wäre man in der Lage, mögliche Probleme zu erkennen und entsprechend nachzubessern. Für einen erfolgreichen Distanzunterricht bedarf es neben der technischen Ausstattung aller Beteiligten auch der notwendigen Kenntnisse im Umgang mit den Technologien.

 

In diesem Zusammenhang steht auch die Argumentation des Landes, dass nur der Präsenzunterricht Bildungsgerechtigkeit gewährleistet. Unseres Erachtens kann auch der Distanzunterricht eine für alle Schüler gerechte Bildungsmöglichkeit schaffen. Dies setzt aber voraus, dass alle Schulen und ebenfalls die Familien zur Durchführung der geplanten Maßnahmen gleichermaßen willens und in der Lage sind. Die Stadt Solingen hat durch die Bereitstellung digitaler Endgeräte für Bedürftige einen wichtigen Grundstein zur gleichmäßigen technischen Versorgung gelegt. Die Schulen haben ihrerseits Modelle für die Durchführung des digitalen Unterrichts entwickelt. Dennoch ist es der Stadtschulpflegschaft noch nicht möglich, eine generelle Aussage für die gesamte Solinger Schullandschaft zu treffen, da uns derzeit die hierfür notwendigen Informationen fehlen.

 

Die Stadtschulpflegschaft Solingen hat sich am Donnerstag, den 29.10.2020 neu konstituiert und arbeitet aktuell daran, eine entsprechende Bestandsaufnahme in den Schulen vorzubereiten. Diese Abfrage wird sowohl an den Solinger Grundschulen als auch an allen weiterführenden Schulen durchgeführt. Auch wenn die Grundschulen aktuell nicht von der Diskussion betroffen sind, bilden diese ebenfalls einen Schwerpunkt unserer Aktivitäten. Ziel ist es, neben der Rückmeldung der einzelnen Schulen über deren technische Ausstattung und verfügbares Knowhow auch die individuellen Möglichkeiten der einzelnen Familien in den genannten Punkten zu prüfen und in der Folge Anwendungs-Unterstützung zu bieten.

 

Die vorerst ausgesprochene Absage des Hybrid-Unterrichts ist nicht die letzte Herausforderung, der sich die Schulen, die Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler stellen müssen. Neben aller Enttäuschung über die aktuelle Situation müssen wir unser Ziel im Blick behalten, grundsätzlich die Weichen für die Schule von morgen zu stellen. Mit sehr viel Zuversicht sehen wir diesem Vorhaben entgegen, denn alle Beteiligten haben gezeigt, mit welchem Engagement sie bereit sind, an diesem Ziel zu arbeiten.

 

Wir bedanken uns bei der Stadt Solingen für den unermüdlichen Versuch, eine individuelle Lösung für Solingen durchzusetzen und für die vielen Maßnahmen, die im Vorfeld stattgefunden haben, um die Voraussetzungen hierfür zu schaffen.

Wir bedanken uns bei den Solinger Schulen, ihren Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrern, die mit großem Engagement alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um ihre Schule für die Herausforderung zu rüsten.

Und wir bedanken uns bei den vielen engagierten Eltern, die bereit waren und sind, sich der Herausforderung zu stellen, die die Umsetzung eines Distanz- bzw. Hybrid-Unterrichtes mit sich bringt. 

AKTUELLES

Gegendarstellung bezüglich der Petition „Solinger Schulmodell zur Corona Eindämmung unterstützen!“ auf der Internetplattform „change.org“

 

Aufgrund persönlicher Anfeindungen von Unbekannten gegenüber Mitgliedern der Stadtschulpflegschaft sowie unwahrer Darstellungen und Behauptungen in sozialen Netzwerken sieht sich die Stadtschulpflegschaft zum Schutze Ihrer Reputation und ihrer verfolgten Ziele zu folgender Erklärung veranlasst:

 

Gegenstand ist die Petition 'Solinger Schulmodell zur Corona Eindämmung unterstützen!" auf der Internetplattform „change.org“ und ihrer Verfasserin.

 

Die Stadtschulpflegschaft hat sich zu keinem Zeitpunkt gegenüber der Verfasserin zu Ihrer Petition geäußert.

 

Die Stadtschulpflegschaft Solingen hat zu keinem Zeitpunkt die Verfasserin dazu aufgefordert, ihre Petition zu löschen.

 

Die Verfasserin beruft sich darauf, dass ihr eine WhatsApp-Nachricht eines Mitglieds der Stadtschulpflegschaft weitergeleitet wurde, die die Petition negativ kommentiert. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Chatnachricht lediglich um einen Wortbeitrag eines Mitglieds der Stadtschulpflegschaft, welcher weder die Petition der Verfasserin zum Gegenstand hatte, noch die Meinung der Stadtschulpflegschaft widerspiegelt. Die Stadtschulpflegschaft als solche hat selbstverständlich diesen Kommentar auch nicht an die Verfasserin weitergeleitet.

 

Der Versuch, die Verfasserin davon zu überzeugen, dass es sich weder um die Meinung der Stadtschulpflegschaft handelt, noch sich überhaupt gegen ihre Petition richtet, blieb erfolglos. Der Verfasserin wurde daraufhin der Sachverhalt schriftlich dargelegt und Sie dazu aufgefordert, den Kommentar über die Stadtschulpflegschaft unterhalb ihrer Petition zu löschen, nicht jedoch die Petition als solche. Das Erstellen einer Petition ist selbstverständlich das gute Recht eines jeden.

 

Der Vorstand der Stadtschulpflegschaft Solingen

Bericht vom 5.11.2020 Solinger Tageblatt

Schulmodell entzweit Stadt und Land

Aktualisiert: 

Laut Schulleiter Andreas Tempel ist die technische Ausstattung seiner Schule für Unterricht auf Distanz geeignet. Foto: Christian Beier
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Laut Schulleiter Andreas Tempel ist die technische Ausstattung seiner Schule für Unterricht auf Distanz geeignet. 
© Christi an Beier

Ministerin macht deutlich, dass sie Alleingänge der Stadt nicht duldet – Rathaus weist Kritik zurück.

Von Andreas Tews

 

Solingen. Alleingänge einer Stadt könne es beim Infektionsschutz an Schulen nicht geben. Damit rechtfertigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Landesschulausschuss den Erlass, mit dem die Landesregierung das Solinger Modell mit geteilten Klassen stoppte. Unterdessen wurde die Kritik von Solinger Eltern, Politikern und Lehrern an der Ministerin immer lauter. Bemängelt wird aber auch, dass die Stadtverwaltung erst das Gespräch mit dem Land suchte, als zwischen Rathaus und Schulen alles beschlossen war

Mit einer eigenen Verordnung wollte die Stadt die Klassen in den weiterführenden Schulen teilen. Jeweils abwechselnd sollte eine Hälfte der Schüler im Klassensaal oder per Distanzunterricht via Internet unterrichtet werden. So hoffte das Rathaus, das Infektionsgeschehen an Schulen einzudämmen. Am Mittwoch waren nach Angaben der Stadtverwaltung wegen Covid-19-Fällen an Schulen rund 1000 Solinger in Quarantäne.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) äußerte am Mittwoch Unverständnis darüber, dass das NRW-Schulministerium der Stadt eine Vorgehensweise verbiete, die das Robert-Koch-Institut als nationale Seuchenschutzbehörde Gemeinden empfehle. Die Stadt habe gegenüber dem Land formell „remonstriert“, also deutlich gemacht, dass sie anderer Rechtsauffassung ist. Eine Klage ist nicht möglich.

Aus dem Schulministerium heißt es, dass es möglich gewesen wäre, „frühzeitig aufzuzeigen, welche Maßnahmen zum Infektionsschutz notwendig und rechtlich zulässig“ seien, wenn die Stadt vor einer Entscheidung in Solingen Kontakt mit der Landesregierung aufgenommen hätte. So hätte man frühzeitig Klarheit für alle Beteiligten schaffen können. Weiter heißt es: „In der Sache hätte dies jedoch nichts geändert.“ Laut Ministerium dürfen Kommunen nur im Einzelfall von Landesbestimmungen zum Infektionsschutz abweichen. Dazu gehören Quarantänevorgaben sowie Teilschließungen oder Schließungen einzelner Schulen.

Dem hält Solingens Rechtsdezernent Jan Welzel (CDU) entgegen, dass die Stadt keine Genehmigung der Landesregierung benötige, wenn sie auf das lokale Infektionsgeschehen reagiere und dabei über Bestimmungen des Landes hinausgehe. Dennoch habe das Rathaus „von Beginn an das Land mitgenommen“, ergänzte Rathaussprecher Thomas Kraft. Als Stadt und Schulen das Modell am vergangenen Donnerstag vereinbart hätten, sei „umgehend“ Kontakt zum Land aufgenommen worden. Um Schulen und Eltern Planungssicherheit zu geben, habe man bereits am Freitag die Öffentlichkeit informiert.

Das Schulministerium habe zunächst nicht reagiert. Das erste von mehreren Telefonaten habe es erst am Montag gegeben. Den Argumenten der Stadt sei das Ministerium nicht gefolgt. Auch auf einen Kompromissvorschlag, das Solinger Modell auf eine dreiwöchige Versuchsphase zu beschränken, sei Düsseldorf nicht eingegangen. Laut Kraft habe die Stadt alles versucht, um eine Lösung herbeizuführen.

„Viele Solinger Eltern sind darüber sehr enttäuscht.“
Antonia Depner, Vorstand der Stadtschulpflegschaft

Kritik am Vorgehen der Landesregierung äußerte auch Antonia Depner vom Vorstand der Stadtschulpflegschaft. Viele Solinger Eltern seien sehr enttäuscht. Die Vertreter der Solinger Stadtschulpflegschaft bitten die Verantwortlichen der Landesregierung um eine zeitnahe Überarbeitung des Konzeptes oder einen individuellen Lösungsvorschlag.

Laut Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, wäre das Modell von Stadt und Schulen „ein echter Fingerzeig“ gewesen, um längerfristig sicheren Unterricht in der Corona-Pandemie zu sichern. Ministerin Gebauer habe nicht nur monatelang nichts geliefert, sondern jetzt auch „Vernünftiges aktiv verhindert“.

Auch die Grünen sehen die Solinger Lösung als mögliches Modell für ganz NRW. Die Landesregierung habe dies „aus Prinzip“ abgelehnt. Dies sei verantwortungslos und schwer nachvollziehbar. Die BfS-Ratsgruppe wirft der Landesregierung vor, die Zuständigkeitsfrage vor das Wohl der Kinder und Eltern zu stellen.

Einzig die FDP zeigt in Solingen Verständnis für Gebauers Vorgehen. Die Stadt hätte sich vor einer Entscheidung besser mit Düsseldorf abstimmen sollen, erklärte der schulpolitische Sprecher der FDP-Ratsfraktion, Raoul Brattig. Eine Reduzierung des Präsenzunterrichts wäre aus seiner Sicht vor allem für sozial benachteiligte Kinder problematisch. Lieber solle die Stadt Fördermittel des Landes für Raumlüfter abrufen. Laut Brattig unterstützt die FDP das Rathaus dennoch dabei, weiter für das Solinger Modell zu werben.

Dieses, so kündigte die Stadt an, werde sie in dem Moment erneut der Landesregierung zur Genehmigung vorlegen, wenn die Infektionszahlen weiter steigen. Dazu heißt es aus dem Ministerium, dass die Bestimmungen zum Infektionsschutz an Schulen ständig aktualisiert würden. Der Ansatz des Wechsels zwischen Präsenz- und Distanzunterricht sei nicht ganz neu.

Pressemeldung

NRWeltoffen – Eltern von Solinger Schulen sprechen über Erfahrungen mit Diskriminierung
Ergebnisse der Online-Befragung wurden interessierten Eltern vorgestellt 

Solingen, 29.05.2020

Ende 2019 war auf Initiative der Stadtschulpflegschaft im Rahmen des Programmes NRWeltoffen eine Online-Befragung zum Thema „Demokratie- und Menschenrechtsklima an den Schulen“ durchgeführt worden. Die Befragung knüpfte an eine Erhebung unter Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften aus dem November 2017 an. Diesmal war die Perspektive der Eltern gefragt. An der von context GbR aus Köln durchgeführten Erhebung, die dank des mobilen Übersetzungsdienstes der Stadt Solingen in fünf verschiedenen Sprachen verfügbar war, beteiligten sich insgesamt mehr als 700 Eltern. Davon sind 84,7% Mütter und 15,3% Väter, 21,7% haben Migrationshintergrund, und 57,6% der Teilnehmenden sind zwischen 36 und 45 Jahren alt.

Drei wesentliche Ergebnisse aus den Themenfeldern Teilhabe/Diskriminierung, Gedenktage und Medienkompetenz wurden interessierten Eltern nun im Rahmen einer Online-Elternkonferenz, zu der Stadtschulpflegschaft, Diakonisches Werk und Stadtdienst Integration eingeladen hatten, vorgestellt. 
Demnach empfindet ein erheblicher Teil der befragten Eltern, dass Kinder aus zugewanderten Familien im Schulsystem benachteiligt sind (23%). Eltern, die nicht aus Deutschland kommen, sehen die Befragten sogar stärker benachteiligt (40%). Die sprachliche Barriere spielt bei den befragten Eltern keine große Rolle.

Der überwiegende Teil der Befragten (77%) zeigt sich mit der Art und Weise, wie die Thematik der Gedenktage (z.B. Gedenken an den Solinger Brandanschlag vom 29. Mai) in der Schule behandelt wird, zufrieden. Dennoch wünschen sich 44% der Eltern mit Migrationshintergrund und 36% der Eltern ohne Migrationshintergrund eine stärkere Bearbeitung des Themas in der Schule (Ende 2017 hatten 41,9% der befragten Schülerinnen und Schüler auf die Frage „Am 29.05. gab es einen Brandanschlag auf ein Haus in Solingen. Was ist passiert?“ geantwortet: „Weiß ich nicht“).
Beispielhaft wurde die Herausforderung der Eltern durch rassistische und diskriminierende Inhalte, die ihre Kinder über das Netz erreichen, durch einen Kommentar aus der Befragung deutlich: „In der what´s app-Gruppe meines Sohnes wurde eine Hitlerrede gepostet und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.“

Neben der Präsentation der Ergebnisse war ein wesentliches Ziel der Elternkonferenz, mit den Eltern in den Austausch zu kommen und ihre Sicht zu den Befragungsergebnissen zu erfahren. Dies gelang in den anschließenden Breakout-Sessions. In den Gruppengesprächen wurden eigene Erfahrungen geteilt sowie mögliche Schlussfolgerungen diskutiert.  Die Vorstände der Stadtschulpflegschaft, Antonia Depner und Dirk Protzen, zeigten sich angetan von der engagierten Beteiligung: „Viele Eltern sind interessiert, wollen helfen, sich austauschen und mitwirken, um das Schulleben der Kinder zu verbessern.“ Alle Teilnehmenden waren sich einig: Diese Veranstaltung war, obwohl durch die derzeitigen Umstände als Online-Veranstaltung umgesetzt, gelungen und darf gerne fortgesetzt werden. Beispielhaft ein Zitat aus dem Gruppenchat: „Ich fand die Ergebnisse sehr spannend, hätte gerne noch weitere Details gehört (…) Die politische Bildung insgesamt finde ich ein wichtiges Thema, und es ist in den Schulen noch zu wenig bearbeitet.“

Kontakt für Rückfragen
Wolfgang Arzt
Koordinierungs- und Fachstelle NRWeltoffen
Telefonnummer: 0212 287-231
E-Mail: wolfgang.arzt@evangelische-kirche-solingen.de
Webseite: https://nrweltoffen-solingen.de

ELTERNKONFERENZ DES AUSSCHUSSES FÜR SCHULE UND BILDUNG DES LANDTAGES 2019

22.02.2019

Lehrergewerkschaft GEW, Elternvertretung und Schulleiter-Sprecherrat reichen Petition beim Landtag ein.

Von Simone Theyßen-Speich

Eltern ärgern sich über Unterrichtsausfall aufgrund von Lehrermangel an den Schulen. Junge gut ausgebildete Lehrer finden keine Stellen. Und auf der anderen Seite suchen Schulleiter händeringend gute Pädagogen. Diese fast skurrile Situation hat die Solinger Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Stadtschulpflegschaft als Elternvertretung und den Schulleiter-Sprecherrat jetzt erstmals zu einer gemeinsamen Petition an die Landesregierung bewogen.

Nina Meier aus dem Leitungsteam des GEW-Stadtverbands schildert die aktuelle Situation: „Es gibt einen massiven Mangel an Lehrern für die Sekundarstufe I (Klassen fünf bis zehn). 50 Prozent der freien Stellen konnten nicht mit qualifizierten Sek-I-Lehrern besetzt werden.“ Auf der anderen Seite finden Lehrer mit Oberstufenbefähigung (Sek II) keine Anstellung. Hier gibt es in den nächsten Jahren einen Bewerberüberhang von landes-weit 16 000 Pädagogen. „Ein Grund für die Schieflage ist, dass verbeamtete Lehrer für die Mittelstufe schlechter bezahlt werden als ihrer Oberstufen-Kollegen“, erklärt Peter Wirtz für den Schulleiter-Sprecherrat

Rein mathematisch wäre das Problem zumindest in Teilen gut zu lösen. Da Studium und Lehrerseminar in weiten Bereichen gleich sind und Sekundarstufe-II-Lehrer sogar einen Teil ihrer Ausbildung sowie eine Staatsprüfung im Sek- I-Bereich absolvieren müssen, könnten sie als vollständig ausgebildete Pädagogen auch in den jüngeren Jahrgängen eingesetzt werden.

Das ist in NRW aber nicht erlaubt. Bewerben sie sich auf eine Sek-I-Stelle, so müssen diese Lehrer bei der Einstellung behandelt werden wie Seiteneinsteiger ohne Examen. „Sie werden zunächst nur für ein halbes Jahr als angestellte Lehrer beschäftigt, müssen Weiterbildungen und Prüfungen absolvieren, und wenn sie verbeamtet werden, dann in der niedrigeren Gehaltsstufe. Erst nach vier Jahren haben sie Anspruch auf eine Stelle in ihrer eigentlichen Besoldung – in einem Umkreis von 35 Kilometern“, kritisiert Nina Meier.

Gleichbehandlung von Sek-I- und Sek-II-Lehrern wünschenswert

Diese Pädagogen mit staatlichem Abschluss auf eine Stufe mit Seiteneinsteigern ohne pädagogische Ausbildung zu stellen, hält auch Joachim Blümer vom Schulleiter-Sprecherrat nicht für zielführend. „Hier eine Gleichbehandlung von Lehrern für die Sekundarstufen I und II herzustellen, wäre ein wichtiger Schritt für eine bessere Lehrerversorgung in den weiterführenden Schulen.“

Stattdessen werden in NRW derzeit beispielsweise Lehramtsstudenten als Vertretungslehrer eingestellt oder Akademiker anderer Fachbereiche, die zwar hoch qualifiziert seien aber keine pädagogisch-didaktische Ausbildung hätten, um den Lehrerbedarf zu decken. Eine Lösung, so Peter Wirtz, sei, an den Gesamtschulen die Vorgabe zu streichen, dass nur 47 Prozent der Stellen mit Sek-II-Lehrern besetzt werden dürfen. Der Anteil der angehenden Abiturienten sei deutlich größer. Mit der gemeinsamen Petition möchte man gegen diese Schieflage angehen. „Wir sind als Eltern sehr froh, dass dieses Thema angegangen wird. Einerseits beklagen wir Unterrichtsausfall, auf der anderen Seite werden vorhandene Lehrer-Ressourcen so verschwendet“, kritisiert Ute Kwast, stellvertretende Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft. 

In anderen Bundesländern seien Lehrer der Sekundarstufen I und II schon gleichgestellt, nicht selten wandern Pädagogen aus NRW dorthin ab. Die Solinger hoffen, mit ihrer Petition beim Land etwas zu erreichen. Beim Gewerkschaftstag im Mai wird Nina Meier für die Solinger Petition werben.

 

Ab 13. Februar Anmeldung an weiterführenden Schulen
Pressemitteilung

23.01.2019 - 31/stm

Die Schulzeit bis zum Abitur beträgt wieder neun Jahre.

Wenn Mitte Februar die Solinger Viertklässler an den weiterführenden Schulen angemeldet werden, können die Eltern potenzieller Gymnasiasten aufatmen: Per einstimmigem Beschluss der Schulkonferenz bestätigten die Lehrer, Eltern und Schüler aller vier Solinger Gymnasien jüngst ihre Entscheidung, wieder zum Abitur nach neun Jahren (G9) zurückzukehren. Diese Regelung gilt nicht nur für die Kinder, die jetzt für das fünfte Schuljahr an einem Gymnasium angemeldet werden, sondern auch für diejenigen, die am 28. August in die sechste Klasse kommen. Für alle älteren Jahrgänge ist eine Umstellung von G8 auf G9 schulrechtlich ausgeschlossen.

Am 15. Januar beschloss das Kabinett des Landes NRW einen Gesetzesentwurf, wonach die Kommunen von 2022 bis 2026 landesweit insgesamt rund 518 Millionen Euro vor allem für die Schaffung neuer Schulräume erhalten werden. Damit wird auch die Stadt Solingen nicht auf den Kosten für die Umstellung von G8 auf G9 sitzen bleiben. Das vollständige Schulraum-Angebot muss erst zum Schuljahr 2026 zur Verfügung stehen, wenn der erste neue G9-Jahrgang in die Jahrgangsstufe 13 kommt und damit ein Jahrgang mehr als bisher im Schulgebäude untergebracht werden muss.

Die Anmeldungen an allen weiterführenden Schulen Solingens finden statt am

  • Mittwoch, 13. Februar und
  • Donnerstag, 14. Februar

jeweils in der Zeit von 8:30 bis 12 Uhr und von 14:30 bis 17 Uhr.

Für die Gesamtschulen endet das Anmeldeverfahren am Abend des 14. Februar. Alle anderen Schulen (Sekundarschule, Realschulen, Gymnasien) führen einen weiteren Anmeldetag durch am

  • Mittwoch, 27. Februar von 8 bis 14 Uhr.

An diesem Tag können dann auch die Kinder angemeldet werden, die von der Gesamtschule eine Absage erhalten haben. Die Hauptschule Höhscheid läuft im Sommer am Standort Krahenhöhe aus - an dieser Schulform ist keine Anmeldung mehr möglich.

Alle Anmeldetage sind gleichwertig - es spielt also für die Aufnahmeentscheidung der Schule keine Rolle, ob ein Kind am ersten oder letzten Tag angemeldet wird. Die Entscheidung über die Aufnahme des Kindes trifft die Schulleitung zunächst unter Vorbehalt. Zwischen einzelnen Schulen der gleichen Schulform kann ein Ausgleich vorgenommen werden, wenn die Zahl der Anmeldungen die Anzahl der vorhandenen Plätze übersteigt.

WICHTIG: Die Anmeldung muss von einem Erziehungsberechtigten (Mutter, Vater oder Vormund) in der jeweiligen Schule vorgenommen werden. Zur Anmeldung müssen folgende Unterlagen mitgebracht werden:

  • die Geburtsurkunde des Kindes oder das Familien-Stammbuch
  • der von der Grundschule ausgestellte Anmeldeschein
  • das Original des Halbjahreszeugnisses der Klasse 4

 

INFO: Zehntklässler, die derzeit eine andere Schulform besuchen und im Sommer in die gymnasiale Oberstufe wechseln möchten, können sich am Freitag, 8. März, von 8 bis 14 Uhr an einer Gesamtschule oder einem Gymnasium anmelden.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Mergehenn
Pressereferentin

Nun funktioniert also Plan B.

Schade, dass das Konzept in der bestehenden Schule nicht weiter geführt werden konnte. Dies hätte für weniger Unsicherheiten und Aufregungen gesorgt.

Wie effektiv es sein wird, in nun noch volleren Klassen zu lehren und zu lernen, bleibt abzuwarten.Aber die Hauptsache ist, dass es für die Schüler weitergeht. 

 

Ein großes Lob dafür an den Sprecherrat und die Stadt Solingen.

 

Lob vom Land für Solinger Schullandschaft

Pressemitteilung

18.01.2019 - 22/bw

Schulen, Stadt und Schulaufsicht retten die Seiteneinsteigerklassen. Gemeinsame Mitteilung der Stadt Solingen, der Schulaufsicht und des Sprecherrates der Solinger Schulleiterinnen und Schulleiter

Die Solinger Schulen, die Stadt und die Schulaufsicht haben gemeinsam eine Lösung gefunden, damit die internationalen Seiteneinsteigerklassen (KLUG-Schule) auch im kommenden Schuljahr erhalten bleiben. Ihr derzeigiter Standort, die Hauptschule Höhscheid an der Krahenhöhe, läuft zum Ende des Schuljahres aus.

Nach diversen Gesprächen der Beteiligten mit der Bezirksregierung und dem Schulministerium in Düsseldorf hatte Oberbürgermeister Tim Kurzbach sich persönlich für eine Fortführung der Klassen eingesetzt und erreicht, dass die Solinger Schulen eine einvernehmliche Lösung zur Fortführung der Klassen suchen konnten, die überwiegend von jungen Geflüchteten besucht werden. Dies ist nun gelungen. Der Vorschlag der Solinger Schulen fand am 15. Januar die Zustimmung der Regionalkonferenz in Solingen.

  • Die KLUG-Schulklassen 5 und 6 wechseln zum Sommer in die Solinger Berufskollegs.
  • Die Klasse 4 wird jeweils zur Hälfte von der Friedrich-Albert-Lange-Schule und dem Gymnasium Vogelsang übernommen.
  • Klasse 3 wird altersgemäß auf die Sekundarstufe I verschiedener Schulen verteilt.
  • Klasse 2 geht komplett an die Realschule Vogelsang.
  • Klasse 1 wird von der Albert-Schweitzer-Realschule aufgenommen.

Damit werden zum Schuljahr 2019/ 2020 alle an der Hauptschule Höhscheid /Standort Krahenhöhe unterrichteten Schülerinnen und Schüler in allgemein- oder berufsbildenden Schulen unterrichtet und können zum großen Teil in ihren bestehenden Gruppen oder Teilgruppen zusammenbleiben. Durch dieses gemeinsame Vorgehen konnten über 100 Kinder in bestehenden Schulklassen verteilt werden, ohne dass es einen Bruch in ihren Bildungsbiografien geben wird.

Die Schulaufsicht und die Sprecher der Schulformen weisen darauf hin, dass die Höchstwerte von 29 und 30 Kindern in allen Solinger Realschulen, Gesamtschulen und in der Sekundarschule deutlich überschritten werden und perspektivisch Schulraum im Umfang von mindestens drei Zügen für die Klassen 5 bis 10 geschaffen werden muss. Der Stadtdienst Schulverwaltung der Stadt Solingen arbeitet intensiv an der Schulentwicklungsplanung, die in den kommenden Monaten den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt werden soll.

Der Sprecherrat der Solinger Schulleitungen äußerte sich besonders erfreut über die positive Rückmeldung aus der Schulaufsicht der Bezirksregierung. Die Schulaufsichtbeamten der Bezirksregierung, Stefan Holtschneider, Ute Intveen, Dirk Rimpler und Claudia Nübel bedanken sich für diese „großartige solidarische Leistung aller Solinger Schulen und Schulformen." „Uns ist keine andere Stadt bekannt, in der die Zusammenarbeit aller Schulen und Schulformen so funktioniert wie in Solingen. Nur so kann eine von allen Schulen mitgetragene Lösung funktionieren", sagte die für Realschulen zuständige Claudia Nübel.

Von Andreas Tews

Am Ende ging alles recht schnell, am Montagnachmittag im städtischen Finanzausschuss. Nach wochenlangen zähen Vorverhandlungen benötigten die Vertreter der Ratsfraktionen gerade einmal knapp zwei Stunden, um mit großer Mehrheit eine Linie für die Finanzplanung 2019 zu beschließen. Die sieht unter anderem vor, die Kinderbetreuung an den Grundschulen auszubauen. In einem ersten Schritt soll für das Schuljahr 2019/20 an einer Grundschule eine zusätzliche offene Ganztagsgruppe geschaffen werden. Außerdem werden bis zu sieben zusätzliche Gruppen mit Über-Mittag-Betreuung angestrebt. Investiert wird auch in das Schulzentrum Vogelsang. Für dessen Sanierung werden Planungskosten von 1 Million Euro etatisiert.

SOLINGER TAGEBLATT 04.12.2018

Der neue Schulwegweiser ist ab sofort auf der Homepage der Stadt einzusehen.

Bei den hier veröffentlichten Daten handelt es sich um die korrigierten Informationen zu den Solinger Schulen. 

Der in den Grundschulen verteilte Flyer beinhaltet Fehler zu den Anmeldetagen und den Informationen zu G9.

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